Zum Rosenfest nach Bulgarien

Rosenernte, Thrakergräber, Naturschönheiten und Kultur

Rosenernte in Bulgarien © cucovata.com Alexander-Nevski-Kathedrale in Sofia © MrPanyGoff / wikimedia Beim Rosenfest © cucovata.com

Teilnehmerzahl: min 6, max 14

Termin

Preis

4.6. - 13.6.2015

ab 1595 Euro

EZ-Zuschlag

120 Euro

Diese Reise von dem Spezialisten für Kulturreisen  durchgeführt

1. Tag Abflug von Deutschland und Ankunft am Flughafen Sofia. Transfer zu Ihrem Hotel nach Kalofer. Abendessen im Hotel.

2. Tag: Kalofer – Stadtrundgang, Rosenernte, Rosenworkshop
Heute tauchen wir zum ersten Mal ein in die Welt der Rosen. Mit der Familie Tsutsovi gehen wir in die kleine familieneigene Rosen-plantage, lernen das Pflücken der duftenden Blüten und in einem Workshop die verschiedenen Verarbeitungsmöglichkeiten kennen.
Nach einem leckeren Mittagessen im Hotel erkunden Sie zusammen mit unserem Führer das Städtchen Kalofer. Kalofer ist der Heimatort des großen Dichters und Freiheitskämpfers Christo Botev (1848 – 1876), der hier als Lehrer gearbeitet hat. Sie besuchen neben dem Kalofer Kloster auch das rekonstruierte Geburtshaus Botevs und die noch im Original erhaltene und eingerichtete Schule. Interessante Zeugnisse des bulgarischen Lebens und der Bildung im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Abendessen im Hotel.

3. Tag: Koprivshtica – Weinprobe im Chateau Copsa
Nach dem Frühstück fahren wir nach Koprivshtica in den Sredna Gora-Bergen. Kaum ein anderes Dorf Bulgariens hat ein derart geschlossenes Ortsbild bewahrt. Es zeigt nahezu unverändert den Charakter ländlicher Siedlungen des 18. und 19. Jahrhunderts, mit kunstvoll ausgestalteten Häusern der sog. „Bulgarischen Wiedergeburt“ und die damit verbundenen Kaufmanns- und Handwerkstraditionen. Und auch hier treffen Sie auf die bulgarische Geschichte der Befreiung vom Osmanischen Joch: Im April 1876 wurde auf einer Brücke in Koprivshtica der erste Schuss zum Beginn des Aufstands gegen die Osmanen abgegeben.
Nach dem Mittagessen in einem gemütlichen Gartenlokal fahren wir weiter zu einer Weinprobe in das Chateau Copsa, mitten im Herzen des Rosentals. Unter anderem verkosten wir Wein der traditionell nur in dieser Region angebauten Misket-Traube. Abendessen im Hotel.

4. Tag: Pavel Banja – Rosenfest und Rosendestillation
In der Zeit der Rosenernte finden im Tal der Rosen zwischen Sopot und Kazanlak in zahlreichen Ortschaften Festivitäten zur Ehre der Damaszener-Rose statt. Wir fahren heute zum Rosenfest nach Pavel Banja, ein Städtchen einige Kilometer östlich von Kalofer. Neben Musik und Tanz erleben Sie die Rosenernte, haben Gelegenheit den Arbeiterinnen beim Kochen der Rosen zuzusehen und mitzuhelfen. Zum Abschluss besuchen wir am Nachmittag eine Rosendestillation. Abendessen im Hotel.

5. Tag: Kazanlak – Schipka-Pass – Etara
Nach dem Frühstück starten wir heute unsere Rundtour bei den thrakischen Grabhügeln und Grabstätten in und um Kazanlak im Tal der thrakischen Könige. Nicht nur die große Zahl an thrakischen Grabstätten auf einer recht kleinen Fläche ist einmalig, auch die Vielfalt der Baukunst und die außerordentlichen Gemälde der über 2000 Jahre alten Grabanlagen faszinieren und bringen uns die Glaubensvorstellungen und den Alltag der alten Thraker näher.
Seit 1979 zählt die Grabanlage von Kazanlak zum Unesco Weltkulturerbe.
Auf dem Weg zum Schipka-Pass besuchen Sie in Schipka die Russische Kirche, die als Gedächtniskirche für die im Russisch-Osmanischen Krieg gefallenen bulgarischen und russischen Soldaten 1885 – 1895 errichtet wurde. Der Schipka-Pass im Balkangebirge ist mit 1185m nicht nur der höchste Pass Bulgariens, er hat vor allem große historische und strategische Bedeutung. Seit der Antike war dieser Hauptdurchgang zur Donauebene Schauplatz vieler Kämpfe um die Vorherrschaft im Balkan. Im Russisch-Osmanischen Krieg fanden hier für die Befreiung Bulgariens entscheidende Schlachten statt. Zum Gedenken wurde 1934 ein gewaltiges, begehbares Feldsteinmonument in Sichtweite des Passes auf dem ehemaligen Schlachtfeld errichtet.
Mittagessen im beschaulichen Ort Etar.
Anschließend besuchen wir das direkt angrenzende, idyllisch an einem kleinen Bach gelegene Ethnografische Freilichtmuseum Etar, mit seinen typischen Häusern der Wiedergeburtszeit und unzähligen offenen Werkstätten und Ateliers. Traditionelles (Kunst-)Handwerk ist hier in der Schnitzerei, der Kupferschmiede, beim Instrumentenbauer, Töpfer oder Weber live zu erleben. Nach einem erlebnisreichen Tag fahren wir zurück zu unserem Hotel in Kalofer. Abendessen im Hotel.

6. Tag: Am Weißen Fluss
Heute lassen wir es gemütlich angehen und fahren zum nur wenige Kilometer entfernten „Bjala Reka“, dem „Weißen Fluss“. Wir finden uns wieder in einem wilden Tal des Balkan mit üppiger Vegetation und einem teils weiß-schäumenden Fluss. Eine große Wiese am Fluss lädt zum Grillen ein. Wir nehmen uns den ganzen Tag Zeit und genießen die wunderbare Atmosphäre. Wer möchte, kann eine 1-2 stündige Wanderung auf dem vom National Geographic Magazin preisgekrönten Eco-Wanderweg durch die Schlucht des Bjala Reka unternehmen, hinüber zu einer kleinen Schaffarm gehen oder ein idyllisch gelegenes Kloster aus dem 17. Jhr. besuchen.
Gut möglich, dass unser Gastgeber Nikolay das Tanzbein schwingt und uns in die Bulgarischen Volkstänze einführt.

7. Tag: Veliko Tarnowo
Der heutige Ausflug führt uns über den Balkan in die alte Hauptstadt des zweiten bulgarischen Reiches (1187 – 1393), nach Veliko Tarnowo. Einst als „Königin der Städte“ und „Zweite nach Konstantinopel“ bezeichnet, ist die Stadt heute – mit der zweitgrößten Universität des Landes – vor allem durch die vielen Studenten geprägt. Entsprechend jung und aufgeschlossen ist das Flair der Stadt. Veliko Tarnowo erstreckt sich über verschiedene Hügel, zwischen denen sich die Jantra schlängelt, ein Nebenfluss der Donau. So hat man immer wieder reizvolle Ausblicke auf Stadt und Landschaft.
Gemeinsam besuchen wir den historischen Hügel Zarevez mit seiner mittelalterlichen Festung, der Patriarchenkirche und dem Zarenpalast.
Anschließend Zeit für eigene Erkundungen, Einkäufe etc.
Am späten Nachmittag fahren wir zurück über den Schipka-Pass nach Kalofer zu unserem Abendessen im Hotel.

8. Tag: Hisarja – Starosel
Die berühmten Mineralquellen in Hisarja sind heute unser erstes Ziel. Bereits vor 8000 Jahren gab es hier erste Siedlungen, doch erst durch die Römer wurden die Thermalquellen erschlossen. Unter Kaiser Diocletian wurde die Stadt befestigt und eine heute noch in weiten Teilen erhaltene massive und bis zu 13 Metern hohe Stadtmauer errichtet.
Sie schlendern durch die beeindruckenden Ruinen der römischen Bäder, probieren das heiße Mineralwasser der verschiedenen Quellen.
Nach einem gemeinsamen Imbiss fahren wir weiter nach Starosel. Hier fanden Archäologen im Jahr 2000 die größte thrakische Tempelgrabstätte Südosteuropas aus dem 5./4. Jh. v. Chr.
Das imposante Grab ist in einen 20m hohen Hügel von 85m Durchmesser untergebracht. Nicht nur das Innere des Tempels fasziniert, auch die Lage - am Rand der Sredna Gora-Berge mit weitem Blick über die thrakische Tiefebene – lässt die Energie dieses Jahrtausende alten Kultplatzes spüren. Rückfahrt und Abendessen im Hotel.

9. Tag: Plovdiv – Asenovgrad – Batschkovo
Eines der beliebtesten Reiseziele Bulgariens ist die zweitgrößte Stadt des Landes, Plovdiv. Die größtenteils unter Denkmalschutz stehende Altstadt mit den liebevoll restaurierten Bürgerhäusern im „Wiedergeburtsstil“ und prachtvollem Interieur und dem erst vor wenigen Jahrzehnten durch Zufall entdeckten römischen Amphitheater, als auch die Neustadt mit ihrer architektonischen Mischung aus Gründerzeit, Jugendstil, Sozialismus und Moderne zieht die Besucher in ihren Bann. Plovdiv verströmt eine Atmosphäre von Kunst und Kultur, von südlichem Laisser-faire.
Sie besuchen einige Bürgerhäuser und schlendern durch die Altstadt zur Dschumaja-Moschee, eine der schönsten und größten des Landes.
Nach einem Mittagsimbiss machen wir uns auf ins Rhodopen-Gebirge und besuchen die auf einem Felsen hoch über dem engen Tal gelegene Festung von Asenovgrad mit der gut erhaltenen und spektakulär auf einer Felsnase liegenden Kirche St. Bogoroditza Petritschka.
Nächstes Ziel ist das wenige Kilometer entfernte Batschkovokloster aus dem 11. Jh. Obwohl es nach dem Rilakloster das zweitgrößte Kloster Bulgariens ist und ein beliebtes Ausflugsziel darstellt, strahlt Batschkovo dennoch Besinnlichkeit und Lebendigkeit gleichermaßen aus. Hohe Bäume spenden in der sommerlichen Hitze Schatten, ein kleiner Rinnsal schlängelt sich mitten durch den Hof, eiskaltes Quellwasser aus Brunnen bietet eine köstliche Erfrischung: Das Kloster macht den Eindruck einer Oase in den Bergen.
Auf unserem Rundgang ist das Refektorium ein besonderer Höhepunkt. Die Fresken eines unbekannten Meisters aus dem Jahr 1643 überziehen Decke und Wände mit unzähligen wundervoll erhaltenen Darstellungen vom alten Testament bis zur Antike. Rückfahrt und Abendessen im Hotel.

10. Tag: Sofia – Heimreise
Bevor es wieder nach Hause geht, wollen wir heute zum Abschluss noch einen Blick in die Hauptstadt Bulgariens werfen - Sofia. Die vor rund 2500 Jahren gegründete Stadt ist eine der ältesten Europas, ihre Siedlungsgeschichte reicht nachweislich sogar 7000 Jahre zurück. Auf den ersten Blick wird dies allerdings nicht sichtbar, fährt man bei Ankunft doch zuerst durch schlichte, einfallslose Mietskasernen und Plattenbauten. Im Stadtzentrum allerdings heben sich die Paläste und Kirchen der Altstadt mit frischen Farben vom blauen Himmel und den Bergmassiven der Umgebung ab. Unter dem zentralen Platz Sveta Nedelja, der jetzt vom Verkehr der sternförmig auf ihn zulaufenden Hauptverkehrsachsen umbraust wird, befand sich schon das Herz des römischen Serdica. Charmante Straßencafés, Boutiquen und Boulevards prägen heute die Innenstadt.
Nach einem Stadtrundgang und einem gemeinsamen Mittagsimbiss, machen wir uns auf den Weg zum Flughafen und nach Hause.
Dovizhdane Bŭlgariya!

im Reisepreis sind enthalten:

  • Flug Hannover – Sofia – Hannover inkl. aller Steuern und Gebühren

  • 9 x Übernachtung mit Halbpension im Hotel Tsutsova House in Kalofer

  • 7 x Mittagessen (1 x als Picknick)

  • 2 x Weinprobe (Chateu Copsa / Weingut Starosel)

  • Alle Transfers und Ausflüge wie im Programm beschrieben im modernen und klimatisierten Reisebus, der Gruppengröße entsprechend

  • Eintrittsgelder lt. Programm

  • Örtliche deutschsprachige Führer

  • Deutsche Reiseleitung ab/bis Flughafen Hamburg